Grafikerdesigner Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt

Kennst du auch diese Menschen, die auf einmal mitten im Satz irgendein Fremdwort einbauen und du denkst dir: Oh Mist, was ist das denn bitte jetzt?! Ich verstehe irgendwie nur Bahnhof … Nach einmaligen nachfragen, was das Wort bedeutet, hört sich das ganze für dich immer noch sehr kryptisch an und die Antwort hat dich eigentlich mehr verwirrt als alles andere. Oder noch anders, auch ein Klassiker: Du beschäftigst dich mit dem Thema Grafikdesign und Gestaltung und auf einmal stolperst du über Wörter, die zum einen schwierig zum aussprechen sind, mal wieder nicht in der deutschen Sprache formuliert sind und einfach Fragen aufwerfen? Wenn du diese Situationen kennst und endlich die Sprache der Designer verstehen möchtest, um auch einen Durchblick und Klarheit in deinem Projekt zu haben, dann lese gerne weiter.

1. Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard dient in der Regel dazu, ein bestimmtes Konzept mit Bildern, Farben oder Grafiken zu erklären. Es spielt auch überhaupt keine Rolle um welches Konzept es sich handelt. Nehmen wir mal an du möchtest zum Beispiel dein Wohnzimmer neu einrichten dann könntest du alles was dich dazu inspiriert in einem Moodboard festhalten. Das können Wandfarben sein, bestimmte Strukturen, eine Tapete, die richtige Beleuchtung oder auch Deko-Elemente sein. Oder du machst zum Beispiel ein Fotoshooting dann kannst du auch hier alles was du für inspirierend empfindest festhalten. Wie soll das Model geschminkt sein, zu welcher Tageszeit möchtest du fotografieren, welche Stimmung soll durch die Fotosttecke aufkommen? Welches Outfit soll das Model haben oder aber auch welche lokations inspirieren dich? Dieses moodboard wird meistens in digitaler Form erstellt jedoch kannst du dieses aber auch physisch zusammen basteln. In physischen Form klebst du alles zusammen wie Eine Art Collage und in der digitalen Form stellst du Nunja alles digital zusammen. Man kann also sagen, das Moodboard dient dazu ein bestimmten Look and Feel festzuhalten, also geht es darum, eine bestimmte Richtung vorzugeben. Noch ein weiteres Beispiel was eher in die Designer-Schiene geht: Du planst eine Website für dein eigens Schmucklabel und hast dir schon ein paar Vorstellungen gemacht wie in etwa die Website aussehen soll. Die Website soll super clean und minimalistisch wirken. In deinem Moodboard hälst du dann Inspirationen, Farben, Schriften und Grafiken fest, die genau in dein Konzept passen. So wie du dir also dein zukünftiges Projekt vorstellst.

• Ein Moodboard dient dazu, deine Ideen zu einem Projekt festzuhalten

• Ein Moodboard kann digital erstellt werden aber auch physisch gebastelt werden

• Designer verwenden Moodboard’s um dir zu zeigen, in welche Richtung das Projekt gehen könnte

2. Was ist ein Mockup?

Ein Mockup ist eine Art Vorlage, die mit einem bestimmten Design also einer Grafik befüllt werden kann. Grafikdesigner nutzen diese Mockup’s sehr gerne in der Zusammenarbeit mit Kunden wenn es um die Präsentation von Design-Vorschlägen geht. Und warum ist das so? Ganz einfach: Manche Menschen können sich bildlich einfach Inhalte viel besser vorstellen. Angenommen du beauftragst einen Designer damit, dass er dir für die anstehende Messe neue T-Shirts in deinem neuen Corporate Design erstellt und auch bedrucken lässt. Jetzt kann dir der Designer mehrere Vorschläge und Varianten mit unterschiedlichen Layouts zukommen lassen uns zwar eben als Mockup. Anhand von einem Tshirt-Bild mit eingebauten Layout. Mit diesem Mockup tust du dir dann eben viel leichter ein Design zu beurteilen, ob es dir gefällt oder nicht. Ob Elemente zum Beispiel über die Seiten des T-Shirts gehen oder nicht. Also sind mockups nicht nur für Designer selber nützlich sondern auch für die Kunden, die sich ein Layout von Anfang an nicht so gut vorstellen können und einen kleinen Push noch benötigen. Ein Mockup kommt auch sehr gerne zum Einsatz wenn es um Produkte geht. Ganz klassisch in einem Online-Shop. Wenn du ein Produkt zu verkaufen hast, dann kannst du auch hier auf ein Mockup zurück greifen. Eventuell eine Buch-Vorschau, eine Box oder ein komplettes Packet, welches deine Kunden über deine Website kaufen können. Mockups kommen auch noch anders zum Einsatz und zwar wenn es um das Portfolio geht. Angenommen ein Designer erstellt neue Visitenkarten für einen Kunden dann kann der Designer so lange warten bis er ein Belegexemplar bekommt und diese dann abfotografiert und dann im Internet als Referenz zeigen kann oder er nimmt ein Mockup und baut dort das Design ein, welches er erstellt hat.

• Ein Mockup ist eine Vorlage, in der das Design eingebaut wird

• Das Mockup hilft uns, die Gestaltung besser präsentieren zu können

• Mockup’s kommen beim Verkauf von Produkten oft zum Einsatz

3. Was ist ein Styleguide?

In einem Styleguide werden alle Richtlinien festgehalten die zu einem bestimmten Projekt gehören, meist geht es hierbei um das Corporate Design. Nehmen wir mal an du bekommst ein neues Logo. In diesem Styleguide wird dann festgehalten in welchen Farben du das neue Logo verwenden kannst, wie das Logo auf verschiedenen Medien platziert werden darf oder welchen Schutzraum das Logo benötigt. Ein ausführlicher Styleguide besteht in der Regel aus den Corporate Design Elementen wie: Logo, Schriften, Bildsprache, Icons, Formensprache, Bildsprache. In diesem Styleguide kannst du immer wieder nachgucken, wenn du gerade irgendwo hängst. Ach wie war das nochmal welche Schrift verwende ich? Ach komm ich gucke schnell in den Styleguide nach. Das ist quasi Sinn und Zweck von diesem styleguide. Dein visuelles Erscheinungsbild zusammengefasst in mehreren Seiten.

• In einem Styleguide werden alle grafischen Richtlinien zu deinem Business festgehalten

• Ein Styleguide eigene sich, wenn du jemanden einstellen möchtet, der für dich den gestalterischen Part übernehmen soll und sich anhand vom Styleguide orientieren kann

• Styleguide’s eignen sich generell, wenn du grafische Projekte outsourcen möchtest

4. Was ist ein Look & Feel?

Der Look and Feel bestimmt in der Gestaltung in eine individuelle Stil-Richtung. Was soll das Design transportieren? Welche Emotionen sollen dadurch übermittelt werden? Wie wirkt das Design auf andere im großen und ganzen? Wenn du deine Website beispielsweise neu gestalten möchtest, könnte deine Website wie folgt wirken: Hell, minimalistisch und zurückhaltend. Es kann aber auch sein, dass deine neue Website so wirken soll: Bunt, frech, knallig. Der Look & Feel beschreibt also, in welche Richtung deine neue Website gehen wird. Wenn also ein Designer zu dir sagt, dass ihr euch im nächsten Schritt denn Look & Feel anschauen werden, wird dies bedeuten: Er zeigt dir mehrer Möglichkeiten (im besten Fall), wie deine Website nach außen wirkt. Es geht also zusammengefasst darum, in welche Richtung dein neuen Design bzw. Deine neue Gestaltung gehen soll.

• Das Look & Feel zeigt, in welche grafische Richtung dein neues Projekt geht

• Aus dem Look & Feel kannst du entnehmen, wie die Gestaltung wirken soll

5. Was ist ein Wireframe (Webdesign)?

Ein Wireframe bildet den strukturellen Inhalt deiner neuen Website ab – nicht den visuellen Inhalt! Das bedeutet, die Verordnung von Inhalten wird festgehalten. Wenn es um deine Website geht, solltest du im ersten Schritt dich um den strukturellen Teil kümmern. Was das genau bedeutet: Wenn du dir einen Website-Strang, also die Abfolge deiner Website oder anderen Webseiten anschaust, dann kann diese total unterschiedlich aussehen. Mache dir am Anfang Gedanken, in welcher Reihenfolge du deine Inhalte platzieren möchtest und welche Priorität haben. Kommt zuerst das Angebot, dann der Über-Mich-Text und dann die Kundenstimmen oder kommen zuerst die Kundenstimmen, dann der Bereich über dich und dann dein Angebot? Wenn also ein Designer zu dir sagt, dass im nächsten Schritt auf euch das Wireframe wartet, dann weißt du ab jetzt, dass ihr die Anordnung der Elemente auf der Webseite besprechen werdet.

• Wireframing bedeutet, die Inhalte strukturelle auf der Website zu verteilen

• Du machst dir Gedanken, an welcher Stelle welche Inhalte platziert werden

• Es geht nicht um die Gestaltung der Website, sondern um den konzeptionellen Aufbau