Was soll ich nur als Erstes grafisch umsetzen?

Hast du auch das Gefühl, dass du nicht weißt, an welcher Baustelle du im Grafikdesign anfangen sollst? Du möchtest ein Logo, eine Website, ein Corporate Design doch irgendwie weißt du nicht so richtig, was du als erstes umsetzen sollst? Alles scheint dir enorm wichtig, doch irgendwie fühlst du dich überfordert und brauchst eine Anleitung, wie du was und wann am besten aufbaust? Here you go. Diese Reihenfolge ist der optimale Fall, wenn du alles durchdacht von Anfang an aufbauen möchtest. Wenn du es wirklich von Anfang an richtig machen möchtest und auch eine gewisse Geduld mit bringst. Falls das nicht der Fall ist und du unter Druck stehst zum Beispiel von Deadlines, Timings oder sonstigen Dingen, dann empfehle ich dir natürlich mit dem anzufangen, was du am schnellsten benötigst. In diesem Blog-Beitrag geht es aber darum, wie du strategisch die Dinge angehst, wenn du Zeit und Geduld mitgebracht hast. 

1. Kläre deinen Standpunkt

Wo stehst du gerade? Hast du Zeit, dir richtig Gedanken um dein Design zu machen, oder geht es gerade darum, so schnell wie möglich etwas zu erstellen? Wieso ich zwischen diesen zwei unterschiedlichen Standpunkte unterscheide? Meiner Meinung nach solltest du, wenn du gerade am Anfang stehst erst einmal raus gehen und richtig trommeln um Sichtbarkeit zu erreichen! Schnell ins handeln kommen und dir am Anfang erst einmal etwas aufbauen. Wenn du aber schon fest im Sattel sitzt und dein Business soweit gut läuft, dann kannst du dein Design komplett noch einmal von vorne auf rollen und richtig angehen. Bitte sei ehrlich zu dir selber und nur du kannst dir die Frage beantworten, wo du gerade in deinem Business stehst. Ob du schon Kunden hast, wie sehr du ausgelastet bist, wie deine finanzielle Basis aussieht. Ob du eben eher am Anfang stehst oder doch schon etwas weiter bist mit deinem Business. Das musst du natürlich für dich wissen. Ich sage es aber nochmal, da es so wichtig ist, von welchem Standpunkt aus du startest. Optimalster Fall für den richtigen Aufbau deiner visuellen Umsetzung: Du bist schon sichtbar, dein Business läuft, du hast Erfahrungen gemacht, dein visuelles Erscheinungsbild ist aber nicht wirklich der Knaller, du fühlst dich damit nicht mehr wohl und du möchtest alles neu machen, weißt nicht in welcher Reihenfolge du die Dinge angehen sollst.

• Stehst du komplett am Anfang oder willst du nur etwas schnell erstellen?

• Hast du Zeit für den Design-Prozess?

• Wo stehst du mit deinem Business? Eher am Anfang oder schon weiter?

2. Dein Logo

Zu aller erst solltest du mit deinem neuen Logo durchzustarten, abgestimmt auf deinen Wunschkunden natürlich. Ganz egal ob du der Meinung bist, dass dein Logo ein komplett neues Logo werden soll, oder ob es darum geht ein Face-Lifting durchzuführen. Es macht nur Sinn, mit dem Logo als aller erstes anzufangen, denn dein späteres visuelles Erscheinungsbild sollte sich auf dem Logo aufbauen. Das Logo ist das zentralste Element von deinem Corporate Design, nach und nach baut sich alles auf deinem Logo auf. Das Logo ist der erste Schritt für deinen neuen Aussenauftritt und wie du mit Sicherheit weißt, wird dein Logo ja überall verwendet. Auf allen Online Medien und auf allen Print-Medien. Wenn du nicht mit dem Logo anfängst, ärgerst du dich umso mehr später, da du womöglich alle Druck Medien neu produzieren lassen müsstest und viel Zeit brauchen wirst, überall dein Logo auszutauschen. Wenn du das Logo als Basic Element als aller erstes in der Tasche hast, kannst du dieses und solltest du eben dieses auch überall vertreten wo du nur kannst. Dein Logo sollte überall auftauchen! Du weißt ja, dass Logo trägt deinen Fingerabdruck und verrät somit wer du bist und mit einem professionellen Logo steigerst du deine wahrgenommene Kompetenz.

• Beginne mit dem Logo, denn es taucht überall auf

• Dein späteres Corporate Design (Farben, Schriften, Formen) sollten zum Logo passen

3. Dein visuelles Gesicht

Wenn dein Logo fest steht dann geht es weiter mit deinem Erscheinubgsbild. Es geht quasi um die Weiterentwicklung und um die Ergänzung, abgestimmt auf dein Logo. Anhand von deinem Logo wird eine bestimmte Farbpalette ausgewählt und passende Schriften aufgenommen. Auch geht es darum, den Logo Ansatz noch weiter zu visualisieren und durch eine noch größere und breitere Gestaltung zum Ausdruck zu bringen. Mit Sicherheit hast du dir Gedanken gemacht zu deinem Logo und genau diese Gedanken kannst du jetzt weiter führen, mit mehr Spielfläche. Das können Muster sein, die aus dem Logo kommen oder bestimmte Elemente die aus dem Logo kommen und anderweitig zum Einsatz kommen. Die visuelle Gestaltung kann alle Elemente vom Logo aufgreifen und die Idee hinter dem Logo  noch weiter verbreiten. In diesem Schritt nimmst du quasi das her, was du dir im aller ersten Schritt erarbeitet hast und baust darauf weiter. 

• Aufbauend vom Logo das weitere Corporate Design erstellen

• Farben suchen, die zum Logo passen

• Schriften wählen, die in Kombination mit dem Logo gut aussehen

• Formen wählen, die mit dem Logo harmonieren

4. Alle Medien

Wenn dein Logo steht und dein komplettes Corporate Design mit deinem Brand Board dann kann es jetzt auch los gehen und du kannst in die konkrete Umsetzungen gehen. Da du jetzt natürlich weißt, wie deine Marke visuell aussieht kannst du in diesem Schritt genau diesen Punkt in die Welt draußen verbreiten. Sei es deine Website, deine Visitenkarten oder deine Geschäftsausstattung. Jetzt hast du alle Elemente die Du brauchst und kannst richtig loslegen. Wieso dieser Schritt der letzte Schritt für dich ist? Angenommen du hättest sofort mit der Umsetzung deiner Medien angefangen, würdest du dir mit Sicherheit die Frage stellen  „Was genau soll ich hier denn jetzt gestalten?“ Du würdest vor einer leeren Datei sitzen und nicht wissen, wie du visuell aussiehst. Im schlimmsten Fall würdest du irgendetwas gestalten, um etwas zu haben. Mit Sicherheit würden deine Auftritte komplett unterschiedlich aussehen und nicht gleich. Du hättest keinen roten Faden. Jetzt hast du ja alle Elemente ausgearbeitet und musst diese nur noch auf die verschiedenen Medien platzieren. Viele Menschen überspringen die beiden vorherigen Punkte und wundern sich dann, warum nicht alles einheitlich aussieht oder grübeln dann stundenlang was sie auf die Website oder Visitenkarte packen.

• Jetzt gestaltest du alle Medien die du aufbauen möchtest

• Verwende überall dein Logo

• Setze deine Medien mit dem roten Faden (Corporate Design) um